Sunday, March 22, 2009

Abu Dhabi Falcons U18 gewinnen Qatar Raiders Cup

Zwar lässt sich mit diesem Titel weniger Geld verdienen als man glauben möchte, doch in diesem Fall spielen Dollars, Euro oder Dirham keine Rolle! Viel wichtiger ist die Tatsache, dass ein "U18"-Team der Abu Dhabi Falcons nach vier langen Jahren der Entbehrung wieder einmal ein Turnier gewinnen konnte.
Franziska und ich nutzen die Gunst der Stunde(n) und begleiten den Tross auf dem 30-stündigen Ausflug ins 40 Flugminuten entfernte Qatar. Das liegt umso mehr auf der Hand, als dass sich, nach kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen einigen Eltern und der Club-Präsidentin, letztere kurzfristig und unerwartet zum definitiven Rückzug entschlossen hat. Worauf ich um Unterstützung angefragt wurde. Einmal mehr habe ich mich in naiver Verblendung und mangels zäher Entschlossenheit überreden lassen, dem "löchrigen" Vorstand für die letzten drei Monate dieser Saison beizustehen. Zwar wäre mir lieber gewesen, der SCB hätte um Hilfe gebeten (die sollen ja auch am Ausmisten sein...), doch dafür ist das Berner Eis wohl noch zu wenig brüchig. Vielleicht suchen sie ja dann eine Hilfskraft im Jahr 2015, wenn ich meine Flügel an den Nagel hänge. Ob Zamboni-Fahrer oder Stadion-Speaker, ich bin zu allem bereit. Wobei mich das Zamboni-Cockpit nach 34 Jahren in anderen Cockpits vielleicht etwas weniger reizt als der Umgang mit dem Mikrophon. Aber dies sei nur am Rande bemerkt.

Zurück zum Kerngeschäft. Wie oft haben sich die Jungs an der Übermacht von Dubai die Zähne ausgebissen und die Kufen stumpf gefahren. Auch gestern hiess der Finalgegner "Dubai Sandstorms". Das Spiel war eng und nicht besonders hochklassig. Kampf vor Technik lautete die Devise. Es wurde um jeden Millimeter Eis gerungen. Nach zwei Siegen in der Vorrunde, zu denen Tim vier von fünf Toren beisteuerte, hätte eine Finalniederlage umso heftiger geschmerzt. Doch die Falken behielten auch im Sandsturm Orientierung und Übersicht. Dank einem ebenso raffinierten wie glücklichen Tor durch unseren "Italo-Felsen" Riccardo Raciti gewannen sie die Schlacht schliesslich 1:0!

Was folgte war ein einziger Triumphzug von Doha nach Abu Dhabi! Kaum dem Zigarrenqualm der Garderobe entflohen, ging es nach einem kurzen Verpflegungsstopp bei Mc Donalds via Bus zum Flughafen. Mit der Trophäe im Handgepäck liess es sich leichter warten. Bei der Ankunft in Abu Dhabi um 00.45 Uhr kam noch einmal Leben in die von hartem Kampf und nagender Müdigkeit körperlich angeschlagene Truppe. Und so manch einer fragte sich in diesem Moment, wie er wohl den anstehenden Schultag überstehen würde.



























































































































































7 comments:

Crowi said...

Boah! Die Teams sind wirklich professionell ausgestattet. Congrats!

Jetzt hoffe ich, dass die Gaza Kings, die Somali Falcons, die Sanaa Fighters und die Sudan Tigers eines Tages mit von der Partie sein dürfen.

Eppler Family said...

Tja, das wäre dann natürlich die Traumbesetzung eines Wüsten-Eishockeyturniers...
Doch für den Moment sind wir ganz glücklich mit der aktuellen Ausgangslage. Tim schätzt das Privileg, sowohl mit den Junioren (Falcons) als auch mit den Männern (Scorpions) mitspielen zu können. Und wenn hie und da noch ein Pokal rausspringt, ist das auch nicht schlecht!

Gruss

Crowi said...

...ich hatte die Haifa Ice Bears zu erwähnen vergessen. Wenn schon Traum-Wüsten-Eishockeyturnier.

Dass das Turnier mit den Abu Dhabi Falcons ein äusserst harter Kampf war entnehme ich dem Endresultat:
1 : 0
Sonst fallen doch wesentlich mehr Tore in einem Eishockeyspiel. Ist ja schon fast wie ein 5 : 2 beim Basket- oder Handball. Muss ein toller fight gewesen sein.

Wie auch immer: Ich glaube sie wären ein Spitze Stadion Speaker, bzw Sprecher. Eine Stadion Ansage bietet vielleicht etwas mehr Freiraum als eine aus dem Cockpit.

Vielleicht sprechen sie mal über Captain's Cockpit Ansagen. Meistens erfährt man als Passagier dass es da draussen minus 50 Grad kalt ist oder minus 52 und dass das Wetter bei der Ankunft gut, mässig oder saumässig ist.

Aber, nebst Stadionansager in Bern, hätte ich sie natürlich am liebsten am Radio. Oder als Moderator bei 10vor10.

Eppler Family said...

Das sind ja Vorgaben. Da könnte ich morgen mit dem Fliegen aufhören. Stadion-Speaker wäre toll, Radio ein Traum, 10vor10 definitiv eine Nummer zu gross...

Dann lassen Sie mal Ihre Beziehungen spielen!

Crowi said...

...you got me!

Beziehungen spielen lassen um sie auf 10vor10-Moderation vorrücken zu lassen; Diese Schuhnummer ist mir eine Nummer zu gross.

Aber man weiss ja nie.
Es gibt ja schliesslich auch den Schuh des Manitu. Oder wie dieser Film auch immer hiess...

Crowi said...

P.S.
Wo wir Schweizer jetzt ja zu Indianern mutiert sind, gemäss Häuptling Peer Steinbrück, bzw. Häuptling Plaudernder Stein.

Howgh!

Rene Meinberg said...

Hallo von den Füchsen aus Duisburg, dem EV Duisburg e.V.

Wie wir gerade erfahren haben, ist Euer U18 Team ebenfalls beim Volvo Cup 2010 in Riga anwesend. Weiter ist gerade bekannt geworden, dass Ihre U18 mit unserer U13 in einem Hotel untergebracht ist. Unsere Neugierde trieb uns ins Internet, leider konnten wir nicht viel über das Team herausfinden. Könntet Ihr uns mehr Informationen zu Eurem Team und ggf. über die Eishalle in Dubai zukommen lassen.

E-Mail: Meinberg@evd-jungfuechse.de


Vielen Dank und Grüße aus Duisburg (Germany – NRW)
Rene Meinberg
EV Duisburg e.V.