Friday, July 27, 2007

„Promotion Flight“ to Brisbane

Es gibt sie zweifellos; Die Momente im Leben, in denen einfach alles passt und das Schicksal freudig zuschlägt. Ansatzlos und präzis. So geschehen, diese Woche.

„Hi, it’s Robin from Crew Control. How are you?“ Die Begrüssung klingt zwar freundlich, verheisst aber nichts Gutes. “I’ve got a change for you for tomorrow – but a good one!” Der Nachsatz lässt mich erst recht aufhorchen, denn Crew Controller und Besatzungsmitglieder haben in den wenigsten Fällen die selben Beurteilungskriterien wenn es um Einsatzänderungen geht. In diesem Fall aber hat Robin Recht. „We need you for a special flight to Sydney. You’re doing a promotion to Brisbane“ fügt er an. Hin- und zurück als Passagier, was in der Fachsprache „Dead Heading“ genannt wird, und dazwischen die „Brisbane-Promotion“. Fürwahr verlockend. Noch traue ich der Sache aber nicht. Schliesslich bin ich weder Chefpilot noch mit dem Crew Control verbandelt. Da ich zufälligerweise gerade am Flughafen bin, um meinen Laptop auf den neuesten Stand zu bringen, schaue ich persönlich beim Crew Control vorbei. Die Angelegenheit scheint in der Tat ernst gemeint zu sein. Brisbane statt New York. Zweifellos ein attraktiver Tausch. Ausserdem besiegelt er die in 26 Jahren noch nie erlebte Tatsache, dass ich am Ende dieses Monats keinen einzigen Tag wie im "Roster" geplant gearbeitet haben werde. Mein Juli-Einsatzplan – glatte Makulatur. Auch dies ein Fall für die (privaten) Geschichtsbücher.

Harziger Start
Brisbane, die Stadt an der australischen Ostküste, soll von Etihad Airways ab dem 29. September drei Mal wöchentlich via Singapur – ebenfalls neu im Streckennetz – bedient werden. Eingesetzt wird ein Airbus A330. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die Verantwortlichen sind bestrebt, den Namen Etihad bereits im Vorfeld mediengerecht zu platzieren. Unser „Jungfern-Flug“ wird zum ersten Mal überhaupt eine Etihad-Maschine nach Brisbane bringen, mit dem A340-500 eine etwas grössere zwar, doch in diesem Fall darf man ruhig ein wenig „bluffen“.
Am Montagmorgen trifft sich unsere „Special Crew“ am Flughafen Abu Dhabi. Die Kabinenbesatzung setzt sich aus drei Australierinnen, zwei Südafrikanerinnen, einem Südafrikaner einer Engländerin und einer Irin zusammen. Alles so genannte „Promotion Crews“. Für sie sind solche Einsätze keine Seltenheit. Nicht so für Ahmed, den Copi aus Malaysia und für mich, die wir als Laien ins kalte Wasser geworfen werden. „Übungen“ dieser Art verlaufen in der Regel immer etwas chaotisch, was bereits beim Check-in deutlich wird. Wir erhalten unsere Sitzplätze nämlich erst nach einigen administrativen Umwegen. Die Tatsache, dass wir in Uniform reisen, jedoch nicht arbeiten, stiftet bei einigen Stellen riesige Verwirrung. Flexibilität ist nicht des Morgenlandes grösster Trumpf! Schliesslich lande ich im Büro des Airport Managers, wo wir uns über Details wie zu benutzender Ausgang, Boarding Card und Ähnliches einigen.
An Bord befindet sich noch eine weitere Gruppe von Mitgliedern des „Promotion Teams“. Sie werden direkt nach Brisbane weiterfliegen, um dort bei den Vorbereitungen zu helfen. Ahmed und ich erhalten einen Sitz in der „Pearl-Class“ (Business), während der Rest der Besatzung mit der „Coral-Class“ (Economy) vorlieb nehmen muss. Die Maschine ist bis auf den letzten Platz besetzt, und beim Start dauert es endlose 50 Sekunden, bis sich die Flugzeugnase schwerfällig zu heben beginnt.

Whale Watching
Nach knapp 13 Stunden Flug, während denen ich unter anderem drei Filme schaue und gut zwei Stunden schlafe, betreten wir australischen Boden. Ryan, der „Airport Manager Australia“, informiert unser Team über den Ablauf des morgigen Tages: Wir fliegen den CEO James Hogan zusammen mit einer kleinen Gruppe lokaler Tourismusvertreter und Etihad-Manager nach Brisbane, wo ein Willkommensakt mit weiteren geladenen Gästen geplant ist. Anschliessend sollen wir das leere Flugzeug wieder nach Sydney positionieren.
Dann bringt uns der Bus ins Hotel. Die Besatzung unterhält sich angeregt, und da alle, ausser Ahmed und ich, englischer Muttersprache sind, bekommen die Gespräche einen völlig anderen Charakter als bei den üblicherweise gemischten Crews. Die verschiedenen Dialekte vermischen sich und zeitweilig fällt es mir schwer, allen Details zu folgen und jeden Witz zu verstehen.
Wir sind nicht, wie üblicherweise in Sydney, im Hotel „Four Seasons“ untergebracht, sondern im Novotel in Darling Harbour. Ebenfalls eine ausgezeichnete Lage, befinden sich doch das IMAX, das „Sydney Aquarium“ und das „Maritime Museum“ in unmittelbarer Umgebung. Ausserdem wimmelt es in dieser Gegend von Restaurants, Bars und Coffeeshops.
Alle sind, trotz des langen Fluges, aufgekratzt und unternehmungslustig. Niemand denkt ans Schlafen. Die Australierinnen haben sich bereits mit Eltern und Freunden verabredet und machen sich unverzüglich auf den Weg. Der Rest trifft sich nach einer kurzen Dusche auf der Terrasse des Hotels, wo bei Kaffee und Tee über das weitere Vorgehen beraten wird. Das Wetter ist trotz des Australischen Winters angenehm mild. Schliesslich entscheiden wir uns für einen Besuch im „Sydney Wildlife World“, einem Tierpark unmittelbar neben dem „Aquarium“. Wir bestaunen Schlangen, Käfer, vielfältige Vogelarten und natürlich Koalas, die faul und träge in ihren Astgabelungen vor sich hin dösen. Der Besuch dauert etwas mehr als eine Stunde. In unmittelbarer Nähe des Ausgangs befinden sich die Ticketschalter für „Boat Cruises“ und „Whale Watching“-Touren. Der angebotene Discount-Preis ist äusserst verlockend und wenig später sitzen wir auf dem Deck eines geräumigen Bootes, das bestenfalls zur Hälfte gefüllt ist. Wir passieren die imposante Harbour Bridge, dann fotografieren wir das Opernhaus zu unserer Rechten, um wenig später aufs offene Meer zu steuern. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt sehen wir die ersten hochspritzenden Fontänen, und wenig später den glitzernden Rücken eines „Humpback-Wals“. Wir haben Glück. Immer wieder tauchen die riesigen Meeressäuger auf. Mal links mal rechts. Aber stets nur für kurze Zeit, so dass das Fotografieren zur Lotterie verkommt.
















Gruppenbild mit Wal

Auf dem Rückweg macht sich allgemeine Müdigkeit bemerkbar und die einen übermannt (wieso heisst es eigentlich nicht „überfraut“?) der Schlaf. Nach unserer Ankunft in Darling Harbour bleibt gerade noch genug Energie, um einen Hamburger zu verdrücken, dann gehen wir zurück ins Hotel. Alle hoffen, im Lauf der Nacht etwas schlafen zu können, denn morgen müssen wir früh aus den Federn. Auch ich bin todmüde, und um 2000 Uhr fallen mir vor laufendem Fernseher die Augen zu. Als ich erwache, zeigt die Uhr 0230 Uhr, und der Fernseher läuft noch immer. Ich bin hellwach, was mich eigentlich überrascht, denn in Abu Dhabi wäre jetzt Zeit, ins Bett zu gehen. Meine weiteren Einschlafversuche verlaufen erfolglos. Also bilde ich mich weiter in Venezianischer Kriminaltechnik, lese Donna Leon und warte auf den Crew Call. Um 0510 Uhr klingelt das Telefon. Endlich, denke ich.

Speditive Planung
Als ich 50 Minuten später in der Lobby eintreffe, erblicke ich eine Kabinenbesatzung der in Hong Kong stationierten „Cathay Pacific Airways“. Als mich die ersten im Halbdunkel entdecken, stehen sie sogleich auf, kommen auf mich zu und strecken mir ihre Hand entgegen: „Good morning Captain, I’m Jane“ säuselt eine Dame. Dann kommt Lynne, anschliessend eine Männerhand. „Good morning, I’m not your Captain and I’m not flying with you however it’s nice to meet you all“. Erst jetzt werfen sie einen Blick auf mein Brustabzeichen und erkennen, dass sie sich in der Airline getäuscht haben.
Wenig später ist unsere Crew vollständig versammelt und der Bus bringt uns in der Morgendämmerung zum Airport. Die Maschine von Abu Dhabi ist bereits gelandet. Die Reinigungsarbeiten sind in vollem Gange. Ahmed und ich kontrollieren sämtliche Planungsunterlagen, versichern uns, dass ein ATC-Flugplan aufgegeben worden ist und lassen schliesslich 40 Tonnen Kerosin in die Tanks füllen. Der Sprit soll sowohl für den Hin- als auch für den Rückflug reichen. Als nächstes stellen wir fest, dass nur ein Satz Landekarten für Brisbane an Bord ist und lassen Kopien anfertigen. Ich habe mit meinem Copi vereinbart, dass er als „Pilot Flying“ grundsätzlich für’s Fliegen zuständig sei und ich mich um alles andere kümmern würde. Ich kenne Ahmed gut, war bereits mehrere Male mit ihm unterwegs und weiss, dass er äusserst gewissenhaft und sorgfältig arbeitet. Das gibt mir ein gutes Gefühl und erlaubt mir, den gesamten Ablauf weitgehend mitzuverfolgen. Als wir wenig später im Cockpit unsere Vorbereitungen treffen, streckt sich uns unvermittelt eine Hand entgegen. „Good morning, I’m James Hogan“, begrüsst uns der CEO. Wir unterhalten uns kurz und kommen irgendwann auf den Machtwechsel bei Gulf Air zu sprechen. Seine Antwort ist klar und unmissverständlich, wenn auch mit einer Prise Diplomatie unterlegt. Und sie bedarf keiner weiteren Erläuterung.

Brisbane – here we are
Pünktlich um 0759 Uhr, eine Minute vor dem geplanten „Push Back“, wird die letzte Türe geschlossen. Dem „Timing“ kommt heute eine wichtige Bedeutung zu, denn wir müssen das Flugzeug zeitgerecht wieder nach Sydney bringen, um einen pünktlichen Rückflug des Linienfluges nach Abu Dhabi zu ermöglichen. Doch bereits kämpfen wir mit dem ersten Problem. Beim Traktor, der uns zurückstossen soll, lässt sich der Gang nicht einlegen. Es dauert zehn Minuten bis der Fehler behoben ist und wir uns schliesslich auf den Weg machen können.
Der Start erfolgt Richtung Norden. Der Himmel ist stahlblau, die Sicht unbegrenzt. Besser könnten die Verhältnisse nicht sein. Wenig später schon, wir sind immer noch im Steigflug, tönt es im Funk: „Etihad 8005 proceed direct to Gold Coast“. Wir drehen Richtung Norden und folgen der australischen Ostküste. In Brisbane wird auf „Runway 19“ gestartet und gelandet. Bei einer Flugzeit von einer Stunde und fünf Minuten bleibt unseren elf Gästen nicht viel Zeit, sich in der Diamond-Class zu vergnügen. Bereits senkt sich die Nase der A6-EHA wieder, wir sinken ab. Durch die Cockpitfenster lässt sich bereits die Umgebung von Brisbane ausmachen. Wir bekommen die Bewilligung zum Endanflug, Ahmed fährt die Landeklappen auf die erste Stufe aus. Inzwischen hat Ryan, den Fotoapparat schussbereit, hinter uns im Cockpit Platz genommen. Noch vor der Landung weist uns der Tower an, die Piste ganz am Ende zu verlassen. Die Zeiger stehen bei 2337 Uhr Greenwich Mean Time als unsere Räder sanft den Boden touchieren. Ein kleines Stück Etihad-Geschichte ist geschrieben – Brisbane, here we are!
















Ostküste Australiens
















Final Brisbane Runway 19













Bild eines "Spotters": Die Landung in Brisbane

Die Sache mit der „Tow Bar
Noch während wir ausrollen werden wir aufgefordert, dem „Follow me car“ zu folgen, der beim Pistenende auf uns wartet. „Follow me cars“ sind heute eine Seltenheit und kommen nur noch bei grösseren Bauarbeiten, Schliessungen von Rollwegen oder auf individuellen Wunsch der Piloten zum Einsatz. Umso mehr schätzen wir es, einfach dem weissen Wagen folgen zu können, ohne mühsam die Rollkarten zu studieren. Unser Ziel ist eine Abstellfläche, die abseits aller grossen Terminals liegt. Von weitem schon erspähen wir die aufgestellten weissen zeltähnlichen Dächer. Da der zur Verfügung stehende Platz etwas eng ist, erwartet uns ein „Push Back Traktor“. Wir halten an und stellen unsere vier Triebwerke ab. Dann sollen wir vor die im Zelt wartenden Gäste geschleppt werden. Doch heute klappt es nicht so mit den Traktoren und Kupplungen. Die Mechaniker merken nämlich, dass sie mit einer „Tow Bar“ (Verbindungsstange) für einen A340-300 ausgerüstet sind. Die passt bei uns nicht. Peinlich. Die gespannten Gäste warten unter dem Zeltdach auf uns und müssen erkennen, dass irgendetwas nicht stimmt. Ich mache eine kurze Ansage am „PA“, wenig später steht der CEO im Cockpit. Er wirkt nicht glücklich und will wissen, was los ist. Ryan indes hängt bereits am Handy und versucht, den Schaden in Grenzen zu halten. Wir schlagen vor, zwei Triebwerke zu starten und mit eigener Kraft vor’s Zelt zu rollen. Etwas skeptisch stimmen die Mechaniker schliesslich zu. Der zur Verfügung stehende Platz ist eng, und damit wir das Flugzeug wie vorgesehen parkieren können, müssen wir 90 Grad nach links und sogleich 90 Grad nach rechts drehen. Doch wir werden bestens eingewiesen und zirkeln den Airbus im Schritttempo vor die wartende Menge. „Master switches off, seat belts off“. Am Boden wird bereits der rote Teppich ausgerollt. Fernsehkameras und Fotografen stehen bereit, ebenso vier adrette Etihad-Hostessen und zahlreiche schick gekleidete Gäste. James Hogan verlässt als erster das Flugzeug, strahlt, und schreitet die Gangway hinunter.
















Grosser Empfang in Brisbane
















Strahlender Mittelpunkt;"unsere" A6-EHA
















Auf dem roten Teppich
















Hello Brisbane!

Interessierte Besucher
Uns bleiben etwas mehr als eine Stunden Zeit, den A340-500 zu präsentieren. Zuerst jedoch stehen diverse Ansprachen auf dem Programm. Anschliessend sollen die Anwesenden Gelegenheit erhalten, einen Blick in unser Flugzeug zu werfen. Wir bereiten uns auf die Besucher vor, die Kabinenbesatzung trägt Lippenstift auf, zupft widerspenstige Haarsträhnen und zerknitterte Foulards zurecht. Dann besteigen die ersten Schaulustigen mit neugierigem Blick über die hintere Treppe die Kabine, schlängeln sich nach vorn, wo sie – meist nach einem kurzen Blick ins Cockpit – das Flugzeug wieder verlassen. Das Innenleben, insbesondere die „Diamond Class Lounge“ scheint zu gefallen. Hie und da werden Fotos geschossen, ein Filmteam kommt auch an Bord. Ahmed arbeitet derweil fleissig und füttert das FMS (Flight Managment System) mit den Daten für den Rückflug. Pünktlich um 11.15 Uhr werden die Türen geschlossen. Ausser der Besatzung, den beiden mitgereisten Emirates-Mechanikern und einem Security Guard aus Sydney ist niemand mehr an Bord. Ein letztes Winken durchs offene Cockpitfenster, dann rollen wir gemächlich wieder Richtung Startpiste. Mit 200 Tonnen hebt der A340-500 wie ein Hubschrauber vom Boden ab. Es folgt eine enge Rechtskurve und der Flughafen und die Stadt erscheinen auf der rechten Seite. Immer noch herrscht Bilderbuchwetter. Der Rückflug verkommt zum Fotoflug, die Stimmung ist bestens, alle sind glücklich über den zumindest aus unserer Sicht gelungenen Anlass.
Sydney erblicken wir schon von weitem. In einer Höhe von 6000 Fuss (2000 Meter) überfliegen wir die Stadt, sehen Opernhaus und Stadtzentrum direkt unter uns. Die Fotoapparate blitzen um die Wette, das Cockpit ist gut gefüllt. Schliesslich erhalten wir die Erlaubnis für einen „Visual Approach Runway 34L“. Wie mit Ahmed vereinbart übernehme ich das Steuer in der letzten Phase des Anflugs und lande kurz vor 13 Uhr wieder auf der selben Piste, auf der wir vor etwas mehr als vier Stunden abgehoben haben. Pünktlich parkieren wir den Airbus am Gate. Der Rückflug nach Abu Dhabi ist gesichert. Mission completed!
















Vorbereitung für den Sinkflug
















Sydney mit Opernhaus und Harbour Brigde

Feuchtfröhlich Feier
„Tonight we gonna drink!“ hat mir die Cabin Crew bereits auf dem Rückflug versichert. Ahmed und ich haben auch nichts dagegen. Die Damen sind wild entschlossen. Es soll gefeiert werden. „We’ve been writing a little piece of Etihad history“ meinen sie, und wo sie Recht haben, haben sie Recht.
Die gesamte Besatzung trifft sich um viertel nach sechs in der Lobby. Die Frauen top gestylt und besessen vom Gedanken, sich ins lokale Nachtleben zu stürzen. In der „Cargo Bar“ in Darling Harbour legen wir los. Ich wusste ja, dass den Australiern – Männern wie Frauen – reger Trinkgenuss und grosse Standfestigkeit nachgesagt wird. Dass die Exponentinnen aus Südafrika, England und Irland aber über mindestens die gleichen Schluckkapazitäten verfügen, war mir bis anhin nicht bekannt. Nun weiss ich es. Es würde an dieser Stelle definitiv zu weit führen, die Details des Abends und der Nacht aufzuzeichnen. Dies wäre eher ein Kapitel für eine Neuauflage von „Tausendundeiner Nacht“. Gefeiert jedenfalls wird. Und die Kommunikation erschwert sich nicht nur der lauten Musik oder der Sprache wegen von Stunde zu Stunde (oder von Glas zu Glas)...
Der Rückflug nach Abu Dhabi am nächsten Tag startet erst am Nachmittag. Wie bereits beim Hinflug, reisen wir „Dead Heading“. Ich habe Glück und erhalte einen Sitz in der „Diamond Class“, in dem sich die 14-stündige Reise äusserst angenehm ertragen lässt. Kurz vor Mitternacht sind wir wieder in Abu Dhabi. Die Erlebnisse der vergangenen vier Tage lassen mich nicht los. Noch lange werde ich davon zehren. Mit Sicherheit ein absolutes „Highlight“, das für so manchen verpassten Ferientag oder abgelehnten Freiwunsch kompensiert.
Und sollten - ganz zufälligerweise - mit dem Schicksal hadernde Mütter zukünftiger Piloten diesen Bericht lesen, so müsste spätestens in diesem Moment die Einsicht reifen, dass gegen dergestaltige Träumereien und Fantastereien mit der Ratio nur sehr schwer anzukommen sein dürfte.
















Im Hintergrund die Skyline von Sydney


Bereits hat ein erster „Spotter“ Bilder im Netz veröffentlicht. Wen’s interessiert, der blättere in folgendem Link:
http://www.flickr.com/search/groups/?w=64566829@N00&q=etihad+brisbane&m=pool

8 comments:

nff said...

Als "noch-nie-in-Australien-gewesender" verblasse ich fast vor Neid. Damit JFK nach Deinem Boykott nicht zu kurz kommt, werde ich morgen den BigApple ansteuern. So schlechte Erinnerungen habe ich auch nicht an diese Stadt .......

Anonymous said...

Mann, wieder eine tolle Geschichte. In meinem nächsten Leben werde auch ich ein Pilot (ich werde es zumindest versuchen).
Auch sehr schöne Bilder.
Grüsse
eppi

Eppler Family said...

Zu nff: Mit deiner "Abneigung gegen Gruppen, die grösser als vier Personen sind" hättest du diese Australien-Rotation kaum geniessen können und ständig gelitten.
Da fliegst du doch besser nach New York und träumst vom "Arthur Ashe-Stadium" und früheren Zeiten...

zu eppi: der Versuch lohnt sich auf jeden Fall. Du weisst ja: "If you can dream it, you can do it".

Liebe Grüsse an alle
Dide

christoph said...

In der Tat sind solche Erlebnisse eine Zierde für den Lebenslauf. So majestätisch und erst noch aus eigener Kraft vor den Cüpli Zelten parkieren, hoffentlich hat's den Herren und Damen nicht gleich ihr Zelt furt g'chutet.

Falls ich bis zu meinem 30. Lebensjahr immer noch sehnsüchtig und stundenlang in den Himmel starre, und mich an den "wie-mit–dem–Zirkel-auf-dem–Reissbrett" gezeichneten weissen Linien zwischen den Wolken erfreue, dann wäre es definitiv Zeit zu handeln. Mit dem Gewissen, dass halt "meine Frauen" mich nicht "auf Wolke 7" gebracht haben. (ui…, habe ich jetzt was falsches gesagt?)

Gruss von einem nun sehr unsicheren christoph

Anonymous said...

Freut uns sehr, dass Du "das Brisbane-Los" gezogen hast!

Gruss aus dem BeO

G! said...

Wow, Australien...schöner Bericht, super Fotos! Ich komme grad von einer Rotation mit einer neue - und das bei Swiss! - eine "Kiwi" ist.

Wenn das keine Zeichen sind, dass ich auch endlich mal ans andere Ende der Welt sollte...

Bis dahin träume ich weiter und wünsche HAPPY LANDINGS,

G!

PS: Interessant auch der (kleine aber feine) Satz über Hogen und GulfAir...

Eppler Family said...

Zu Christoph:

Brauchst keineswegs unsicher zu sein. Ich wüsste nicht, weswegen. Wer so schreibt, dass "zwischen den Zeilen" gelesen werden kann, darf (und soll) sich nicht wundern, wenn des Lesers (Leserin) Fantasie ins Galoppieren gerät. Schliesslich lebe ich im Land von "Tausendundeiner Nacht". Da gehört etwas Mystik dazu.
Mir gefällt das - ich hab absolut kein Problem damit!
Gruss
Dide

l.schranz said...

Hallo Dieter

Das war sicher ne tolle erfahrung, wie immer super geschrieben und mit dem Bildern schön untermahlen. Ich finde es gut wenn du von Zeit zu Zeit einige Bilder einfügst, dann kann man sich das ganze Bildlich vorstellen.
BTW, kannst du mir bitte kurz ne Email schreiben, habe eine Frage an dich (l.schranz (at) hispeed.ch) vielen Dank und Gruss