Monday, May 29, 2006

"It never rains in Southern California"

Posted by Dide
So lautet der Titel eines Songs, mit dem Albert Hammond im Jahre 1972 die Hitparaden stürmte. Was aber hat das denn nun mit den V.A.E. zu tun…?
Nun, heute notieren wir Theorietag sieben und auf dem Programm standen vier Stunden „Performance“. Für aviatische Laien: Hinter diesem anglikanischen Begriff verbergen sich höchst komplexe Kalkulationssysteme, die nicht nur operationelle Grenzwerte, sondern auch optimierte Leistungs- und Gewichtsberechungen für sämtliche Flugphasen, im Besonderen aber für Start und Landung garantieren sollen. Die genannten Lektionen zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass Theorie orientierte Ingenieure Praxis orientierten Cockpitbesatzungen Grundlagen und Mechanismen anhand meist abstruser Fallbeispiele zu erörtern versuchen. Die Aufmerksamkeit der Teilnehmer ist meist mässig. Wie übrigens auch die Prüfungsresultate.
Anders bei ETIHAD Airways. Der Instruktor, aus deutschen Landen stammend, vermochte auf eindrückliche und gut verständliche Weise das Interesse der Klasse zu wecken. Vielleicht lag es auch daran, dass alle Piloten der Airline in Bälde einen brandneuen Laptop – genannt „Skybook“ – mit einer „State of the art“ Performance-Software, die keine Wünsche offen lässt erhalten werden. Abgesehen davon sind sämtliche Manuals, wie auch die Airportcharts aller Flughäfen auf der Festplatte gespeichert. Vor Arbeitsbeginn ermöglicht eine Dockingstation ein Update, so dass sich zukünftig Handrevisionen erübrigen werden. So was macht natürlich schon mal neugierig.
Unbeantwortet bleibt indes die Frage nach der Korrelation des Hammond’schen Erfolgssongs mit der Stadt Abu Dhabi.



Nun, es dürfte hinlänglich bekannt sein, dass die durchschnittlichen Tagestemperaturen auf der Arabischen Halbinsel etwas höher liegen als in der Schweiz. Im Sommer kann das Quecksilber gut und gerne die 50 Grad Marke übersteigen. Hohe Temperaturen beeinflussen jedoch die Performanceberechnungen massgeblich. Glücklicherweise konnte uns der Instruktor diesbezüglich aber beruhigen. Ein Gesetz besagt nämlich, dass bei Messungen über 50 Grad nicht mehr gearbeitet werden darf! Büros und Schulen stünden leer, ebenso wären Banken ausgestorben und Baustellen verwaist. Damit dieser logistisch eher ungünstige Fall nicht eintritt, wird zu einem einfachen Mittel gegriffen: Es werden keine höheren Temperaturen als 49 Grad gemeldet - so einfach ist das!
Womit bewiesen wäre: „It never gets hotter than 49° in Abu Dhabi“. Kein Regen in Kalifornien – keine Hitze in den V.A.E…

3 comments:

Anonymous said...

Hallo Dide! Es macht Spass deine spannenden Berichte zu lesen! En Gruess us dr almost freezing CH Andrea

SCB OLE!!! said...

Isch spannend, momoll. Ich chan halt leider i mim Blog nanig so viel schribe. Das chunt denn wenni au dune bin.

Übrigens, Edmonton isch zum erschte mal sit 1990 wieder emal im Stanley Cup Final. Carolina füehrt momentan mit 3:2 i de Serie gäge Buffalo. Wird also sicher na spannend.

lg Tim

Anonymous said...

Hoi Dide! Da scheint ja unser Harry Hofmann mitten in der Wüste einen würdigen Instruktor-Nachfolger gefunden haben...! Verfolge Deine spannenden Berichte mit grossem Interesse und Vergnügen. Mach's gut, liebe Grüsse aus der Meister-Stadt
Ueli