Sunday, September 16, 2007

Drei Tage im Nationalpark

Ich, Nina, war diesen Sommer wirklich ganze drei Tage im Nationalpark. Aber nicht mit meiner Familie. Nein! Sondern mit meiner ehemaligen Klasse. Es war ein sehr toller Ausflug. Doch ich glaube das Tüpfchen auf dem i war für alle, dass ich auch dabei sein durfte! Die ganze Klasse hatte Spass!
















Die "Hütte Varusch" - unsere Unterkunft

1. Tag
Am Montagmorgen, dem 27. August, um 7.40 Uhr ging es los. Zuerst mit dem Bus, dann mit dem Zug. Nach dem Lunch, für den wir unsere reise eine Stunde unterbrachen, gab es zwei kleine Filme zu sehen. Einer über die Bartgeier im Nationalpark und der andere über den Nationalpark. Das alles sahen wir im Nationalpark-Haus. Dieses Museum ist zwar nicht im Nationalpark, gehört aber trotzdem dazu.
Vor den Sommerferien mussten sich die Schüler (nur ich nicht) in einer Liste eintragen. Immer zu zweit. Denn diese Zweiergrüppchen bekamen ein Tier zugeteilt, zu dem sie so viel wie möglich herausfinden mussten. So schaute sich die ganze Klasse etwa eine Viertelstunde in diesem Museum um, dann ging es weiter. Wieder stiegen wir in einen Zug und wieder mussten wir umsteigen.
Irgendwann erreichten wir einen Bahnhof, an dem es nicht mehr mit Zug oder Bus weiterging, sondern nur noch mit den Füssen. Wir mussten ungefähr 1.30-2.00 Stunden laufen. Es war anstrengend, und nicht nur die Füsse sondern auch die Schultern taten uns allen danach sehr weh (ist doch klar bei so einem schweren Rucksack mit Kleidung für drei Tage, einem kleinen Lunch, Schlafsack und Kamera oder Feldstecher). Trotzdem war gute Stimmung. Das Wetter spielte mit, und uns wurde nie langweilig, denn wir hatten viel zu erzählen. Und dann...endlich kamen wir bei der Hütte Varusch an. Diese eher kleine aber gemütliche Hütte sollte also für drei Tage unser Hort sein. Als erstes mussten wir alles unter die Lupe nehmen. Es gab zwei grosse Zimmer, zwei Badezimmer, ein Waschraum und ein Zimmer für die Lehrer (es war nicht nur Herr Bleiker, der uns begleitete sondern auch noch Frau Bleiker und die Hilfsleiterin Linda). Wir Mädchen bekamen das grösste Zimmer, denn von unserer „Sorte“ gab es ja auch am meisten. Später richtete jede und jeder sein kleines Bett ein. Als alle damit fertig waren konnte man tun, was man wollte. Einige spielten auf dem Spielplatz, andere beobachteten mit Feldstechern die Hirsche und Gemsen und nochmals andere sassen zusammen und redeten über Gott und die Welt. Ich tat sozusagen alles. Mal spielte ich, dann wieder beobachtete ich Tiere und zwischendurch redete ich ein bisschen. Später spazierten einige aus unserer Klasse und ich in unseren Schlag. Dort spielten wir, wir würden den Bären sehen. Im Nationalpark-Haus gab es nämlich einen Zettel, auf dem stand, was man machen sollte, wenn man den Bär sieht. Also übten wir das. Nur 10 Minuten später gab es Abendessen.
Spät, spät am Abend, als es draussen dunkel war, erzählte uns Herr Bleiker eine Gruselgeschichte, die richtig zum Gruseln war. Eine halbe Stunde später schliefen die meisten schon. Darunter auch ich.
















Vor der Hütte

2. Tag
Am zweiten Tag wurden wir etwa um 6.30 Uhr geweckt. Denn heute hatten wir eine lange Wanderung vor uns. Um 7.00 Uhr gab es Frühstück. Durim und ich mussten die Küchenarbeit machen. Dazu gehörte, dass wir das ganze Besteck abspülten und dann abtrockneten. Das dauerte eine Viertelstunde. Danach konnten wir unsere Zähne putzen und den Rucksack packen. Um 7.30 Uhr ging es los. Am Anfang sahen wir keine Murmeltiere und auch keine Hirsche. Erst nach einer halben Stunde kamen die ersten Tiere zum Vorschein. Als allererstes sah ich ein Murmeltier. Es war ziemlich weit entfernt und man konnte es nur mit einem Feldstecher sehen. Zwischendurch kam ein Vogel vorbei geflogen oder Ameisen krabbelten auf dem Boden herum. Aber ein Tier, das so richtig unsere Interessen geweckt hätte (z.B. ein Bär) entdeckten wir nicht. Doch plötzlich als wir um eine Ecke bogen, sahen wir etwa 6 Meter entfernt ein Murmeltier. Alle holten ihre Kamera oder ihren Feldstecher aus dem Rucksack und beobachteten dieses Tier. Doch es entfernte sich immer mehr. Dazu kam noch das hohe Gras, in dem sich das „Murmeli“ versteckt hielt. Plötzlich guckte ein kleiner Kopf aus einem Loch heraus. Die ganze Klasse richtete ihre Augen auf diesen merkwürdigen Kopf. Es kam immer mehr aus dem Loch heraus, dieses Ding. Man sah kleine Arme, einen Bauch und dann stand ein zweites Murmeltier vor uns. Es schaute, wie beim Überqueren einer Strasse, zuerst nach links und dann nach rechts. Danach „speedete“ es ganz schnell zum anderen Murmeltier.
































Die "Murmeli" kriechen aus dem Loch

Und gleich danach kam noch ein drittes aus dem Loch. Diesmal aber ein junges. Und es blieb einfach stehen. So als würde es uns nicht geben. Ich schoss tausende von Fotos und flüsterte zwischendurch wieder „Jööö!!! So süss!“ Wir mussten flüstern, sonst wären die Tiere erschrocken. Nach einer Viertelstunde marschierten wir weiter. Wir erspähten nur ein paar Ameisen und Gemsen in weiter Entfernung.
Nach 10 Minuten sahen wir eine kleine Hütte. Dort machten wir kurz eine Pause. Und die Schüler, die noch mehr sehen wollten, wanderten mit Herr Bleiker weiter nach oben. Ich war auch dabei. Leider fing es bald an zu Regnen und wir hörten sogar einen Donnerschlag. So entschieden wir, wieder zurück zu gehen. Zum Glück war bei der kleinen Hütte ein netter Nationalpark-Wächter, der uns sofort die Türe öffnete. Dann konnten wir unsere Regenjacken ins Trockene legen. Als es aufhörte zu regnen, kam der Wächter und stellte sein Fernrohr auf ein Stativ. So konnten wir Gemse und Hirsche wunderbar beobachten. Anschliessend marschierten wir etwa eine Stunde lang bis wir einen guten Platz für unseren Lunch fanden. Es gab wie gestern Sandwiches. Doch sie waren sehr lecker. Und wenn man grossen Hunger hat, dann ist das Essen noch leckerer! Später, als alle satt waren, zogen wir weiter. Es blieben nur noch 15 Minuten bis zu unserer Lagerhütte. Nach dieser aufregenden Wanderung mussten sich alle ein bisschen entspannen.

3. Tag
Als ich aufwachte wusste ich: Das ist der dritte und somit der letzte Tag. Am Frühstückstisch wurde ausgemacht, wer alles schon früher die Hütte verlässt, um den Lunch einzukaufen. Weil meine und Noirin’s Mutter Herr Bleiker noch ein bisschen Geld für die Reise mitgegeben hatten, waren wir beide auch dabei. Zu sechst trotteten wir los: Fünf Kinder und eine Hilfsleiterin, nämlich Linda. Auf dem Weg ins Dorf fing es an zu regnen. Es war aber nicht so schlimm. Als wir bei den Häusern ankamen, rannten wir schnell in den Volg und kauften dort die Esswaren. Danach machten wir uns auf den Weg zum Banhof. Dort warteten wir 20 Minuten bis die anderen eintrafen. Anschliessend reisten wir eine Weile mit Zug und Bus. Das Wetter wurde wieder schöner, deshalb durften wir einen Zwischenstopp machen und Katzengold suchen. Einige fanden mehr und andere weniger. Auch ich sammelte einige Steine, doch die schenkte ich denen, die nur wenig Katzengold fanden.
















Unterwegs im Zug

Schliesslich machten wir uns auf die endgültige Rückreise nach Stadel. Dann sah ich die Schule. Sie wurde immer grösser, bis der Bus anhielt. Wir waren am Ende dieser drei Tage. Draussen standen schon viele Eltern. Auch meine Mutter wartete auf mich. Noch schnell tauschten wir einige Worte mit den Eltern meiner Klassenkameraden. Dann mussten wir uns verabschieden. Ich konnte nicht anders und musste alle meine Freunde umarmen. Dann fuhren meine Mutter und ich los. Im Auto erzählte ich ihr alles was passiert war. Noch am gleichen Abend flogen wir zu zweit zurück nach Abu Dhabi. Und auf dem Flug dachte ich: Das waren die besten drei Tage die ich je mit meiner Klasse erlebt hatte!!!

5 comments:

Ninas Freunde said...

Ciao Nina

Herzlichen Dank für deinen tollen Bericht. Ich habe ihn als Leseauftrag für deine ehemaligen MitschülerInnen in den Wochenplan geschrieben. Ich bin überzeugt, dass sie deinen Beitrag gerne lesen werden.

Wir alle haben die drei Tage mit dir sehr genossen!

Liebe Grüsse
Markus

Ninas Freunde said...

Hallo Nina

Dieser Bericht war lang aber ich habe ihn mit freude gelesen.Diese drei Tage werde ich sicher auch nicht soooo schnell vergessen. Ich habe es sehr lustig mit dir ihn diesen drei Tagen gehabt und hoffe, dass wir wieder etwas zusammen machen können.

Liebe Grüsse Leana

Ninas Freunde said...

Ciao Nina

Danke vielmals für deinen Bericht. Es stimmt das was du sagst, es waren die besten drei Tage die ich mit dir erlebt habe!!!!!

Ciao Delia

Ninas Freunde said...

Hallo Nina

Ich finde es ganz toll das du deine meinung des Nationalparks in so grossen Worten geschrieben hast. Ich habe deinen Bericht mit viel Freude gelesen. Der Nationalpark war für mich auch ganz toll.

Liebe Grüsse Sandra

Nina said...

Hallo Nina's Freunde

Ich freue mich voll das ihr meinen Bericht durchliest. Am Anfang war ich mir nicht sicher ob ihr denn auch lesen werdet, doch so wie es aussieht müsst ihr das machen. Doch ich bin mir sicher einige hätten es auch so getan. Danke noch für die Comments!!!

Liebe Grüsse aus Abu Dhabi von Nina